Sieben Zürcher Wohngeschichten | Sweet Home

Posted on July 07, 2018

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Sieben Zürcher Wohngeschichten | Sweet HomeSource: blog.tagesanzeiger.ch

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Von Marianne Kohler, 27. Mai 2019

Unsere Sweet Homestories zeigen, wie spannend und individuell Menschen wohnen: Schätze aus dem Archiv.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

 1 — Die Designerin und die Dreizimmerwohnung

Isabell Gatzen studierte Industriedesign in Kiel und an der Zürcher Hochschule der Künste. Danach arbeitete sie einige Jahre in Designstudios in San Francisco. Zurück in Zürich, gründete sie ihr eigenes Studio. Die Wohnung, die sie absolut liebt, hat sie erst nach fünfmonatiger Suche gefunden. «Ich ziehe nie mehr weg», schwärmt Gatzen. Das Zuhause entspricht genau ihren Bedürfnissen: Sie liegt mitten in ihrem Lieblingsquartier Kreis 3 und ist ein Altbau mit guter Raumaufteilung, weiss gestrichenem Täfer und schönen Böden.

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2 — Die Familie und die Freilagersiedlung-Wohnung

Zum ersten Mal gesehen haben Miriam Keller und Stephan Jack ihre Wohnung bei der Schlüsselübergabe. Zum Glück sind beide Architekten und konnten sich das neue Zuhause gut nach den Plänen vorstellen. Denn ab Plan haben sie sich für genau diese Wohnung entschieden. Wir besuchten die kleine Familie und fanden eine grosszügige, helle Wohnung mit hohen Räumen, die mit viel Liebe zu gutem Design gemütlich und familientauglich eingerichtet wurde.  

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Sweet Home bei Philipp Junker, ©Rita Palanikumar

3 — Der Stylist und die Altbauwohung

Philipp Junker ist der beste und gefragteste Modestylist in der Schweiz. Seine Altbauwohnung befindet sich in einer idyllischen, an Paris anmutenden Strasse in der Nähe des Helvetiaplatzes. Sie strahlt Ruhe und eine ganz selbstverständliche Art von Eleganz aus.

«Es ist schön hier, freundlich, wir haben einen guten Kontakt in der Nachbarschaft, man kennt und grüsst sich und sitzt auch mal zum Kaffee zusammen», schwärmt Junker. Der Hauptraum der Wohnung ist ein grosses Wohnzimmer mit einem kleinen Stadtbalkon und einem gemütlichen, alten Ofen. «Hier waren mal zwei Zimmer», erklärt der Hausherr, «doch zum Glück hat der Besitzer die Wand herausnehmen lassen und sorgte damit für mehr Luftigkeit und Grosszügigkeit.» Diese Wirkung unterstützt Philipp Junker mit formschönen Möbeln, hellen, beruhigenden Wohnfarben und einem studioartigen Einrichtungsstil.

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4 — Die Modefrau und die Dreizimmerwohnung aus den Sixties

Die Dreizimmerwohnung der Maison-Gassmann-Inhaberin Katja Hahnloser befindet sich in einem Betonhaus aus den Sechzigerjahren und zeigt die schlichte, elegante Architektur dieser Zeit. Diese bietet Wohnlichkeit, Helligkeit und Grosszügigkeit auf beschränktem Raum. Alle drei Zimmer lassen sich mit Schiebetüren öffnen und schliessen. So ist Privatsphäre möglich, und man kann einen grossen, offenen Raum kreieren.

Die junge Modefrau lässt in ihrer Wohnung Modernität, Eleganz und Ruhe verschmelzen. Entstanden ist ein entspannter, junger, urbaner Wohnstil mit einer grosszügigen Dosis Behaglichkeit. Einzeln platzierte Designstücke spielen nicht die Hauptrolle, sondern sind Teil eines unkomplizierten Zusammenspiels. Vor dem Cheminée, welches typisch für die Sixties in einer Sichtbetonmauer steckt, befindet sich ein dunkelgraues Sitzsofa mit unterschiedlich gemusterten Kissen. Dahinter hängt ein Foto von einem Maison-Gassmann-Modeshooting. 

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Sweet Home "prêt à faire";  ©Rita Palanikumar

 4 — Die Familie und die Altbauwohnung

Susanne Wadsack und Sven Götti wohnen mit ihrer Tochter Paula und dem Hündchen Lucky wunderschön und sehr entspannt in einer grosszügigen Altbauwohnung im Zürcher Enge-Quartier. Die Familie hatte Glück. Sie lebt bereits über 17 Jahre in der Wohnung, die typisch ist für das elegante Quartier. Vor einigen Jahren konnten Wadsack und Götti das ganze Haus kaufen, weil sie stets ein gutes Verhältnis mit der Besitzerfamilie hatten, und dieser war wichtig, dass das Haus seinen Charakter behält. Die Familie zog für ein Jahr in eine Mietwohnung im gleichen Quartier und liess das alte Haus sanft renovieren. Dabei hat sie ihre Wohnung um eine zusätzliche Etage erweitert. Das Verhältnis zum Wohnen wurde dabei noch intensiver, denn das Gefühl, dass ihr geliebtes Zuhause nun ihnen gehört, hat noch viel mehr Lust auf Wohnen gemacht.

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5 — Der Regisseur und die Genossenschaftswohnung

Stefan Jung arbeitet als freischaffender Regisseur. Bei seiner Arbeit ist er viel auf Location. Das kann im Ausland sein, in den Bergen oder einfach irgendwo. Seine Wohnung mitten im Zürcher Kreis 4 ist sein Rückzugsgebiet. «Das Haus ist ein Genossenschaftshaus», erklärt er, «aber emotional ist es meine Wohnung.» Es sind sechs Parteien im Haus, im Erdgeschoss haben die Architekten des Hauses ihren Sitz. Jung erzählt begeistert von dem Projekt, das Homelab heisst, denn es ist mitten in der Zürcher Wohnproblematik eine positive Geschichte. «Keine Spekulation», erklärt er, «also ist und bleibt die Miete zahlbar. Da das Haus mitten in einer Strasse gebaut wurde, in der man früher nicht mal vom Velo abgestiegen ist, ist es kein Familienhaus. 

Der grosszügige Wohnraum befindet sich auf zwei Ebenen. Die obere Ebene benutzt Stefan Jung als Wohn- und Essraum, die untere als Büro und Atelier. An der Fensterwand hat er ein langes Sideboard platziert. Die Ledercouch, der Holzstuhl und der runde Holzcouchtisch bilden eine gemütliche Sitzecke mit schöner Aussicht. Der Boden, hell und attraktiv, fällt auf. «Es ist ein Anhydritboden», beantwortet Jung unsere Frage. Die Wahl seiner Möbel erklärt er so: «Das Wohnen in diesen neuen, eher kühlen Räumen hat mir gezeigt, dass hier nur Naturmaterialien wirken. Also habe ich vor allem Holz und Leder gewählt und Leinenvorhänge montiert. Das bringt dann eine gewisse Wärme. Metall ging gar nicht. Warmes Licht am Abend vermitteln auch die punktuell eingesetzten Leuchten.»

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6 — Der Antiquitätenhändler und die Vierzimmerwohnung

Arthur Rooks wohnt in einer 100 Quadratmeter grossen Vierzimmerwohnung an der Zürcher Langstrasse. Aus jeder Zimmertür leuchtet eine andere Farbe und macht neugierig auf andere, wunderbar eingerichtete Wohnräume. Rooks hat sich seine Liebe zum Wohnen zum Beruf gemacht, verkauft Vintagemöbel und Objekte und arbeitet als Interiordesigner. Die einzelnen Räume der Wohnung sind rechteckig, nicht besonders gross und mit jeweils einem Fenster gegen die Strasse versehen. Arthur Rooks hat ihnen mit viel Einrichtungsgeschick Grösse, Schönheit und Glanz verliehen. Das Wohnzimmer leuchtet in starkem preussischen Blau. 

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Sehr geschickt ist Rooks mit den Fensterwänden umgegangen. Anstelle der gewohnten Art, links und rechts des Fensters einen Vorhang anzubringen, hat er eine Draperie gleich über die ganze Wand gezogen. So wirkt es, wie wenn das Fenster die ganze Front einnehmen würde. Viele Leuchten, die direkt und indirekt den Raum und einzelne Möbelstücke beleuchten, sorgen für eine gewisse Dramatik und viel Wohnlichkeit.

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7 — Die Interiorfrau und das Häuschen in der Wohnsiedlung

Ganz am Ende der Tramlinie 5 befindet sich die idyllische, alte und geschützte Zürcher Wohnsiedlung Im Laubegg. Dort hat Katharina Bütler vor 13 Jahren eines der kleinen Häuser für sich und ihre Tochter Clara gefunden. «Wir haben eigentlich so viel Platz wie in einer Dreizimmerwohnung, bloss auf drei Stockwerke verteilt», erklärt sie. Genau sind es pro Stockwerk 30 m², das gibt total 90 m² Wohnraum. Katharina Bütlers Beruf ist es, anderen beim Einrichten zu helfen. Sie ist die Geschäftsführerin der italienischen Firma Boffi in Zürich. 

Ihre eigene Wohnung hat die Mutter und Geschäftsfrau sehr gemütlich und sympathisch eingerichtet. Dabei hat sie viele coole Klassiker alltagstauglich kombiniert. «Alles ist langsam gewachsen. Je grösser der Haushalt wurde, umso mehr Stauraum brauchten wir», sagt Bütler. Über dem Sofa Fluidum, einem Schweizer Stück, war ursprünglich nur eines der langen Wandregale. Dann kam ein zweites dazu, bald wurden die kleinen Wandregale links und rechts vom Sofa platziert sowie einige Körbe. Das Resultat wirkt frisch und gemütlich; und das Sofa ist nun, wie ein Nestchen, eingebettet von Büchern und Dingen. Damit das Ganze ordentlich wirkt, hat Kathrina Bütler die Bücher nach Farben geordnet. Im Vordergrund formschön ein Saarinen-Tischchen mit einer O’Luce-Leuchte.

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Anmerkung: Da einige Homestorys etwas älter sind, kann es sein, dass die vorgestellten Bewohner heute nicht mehr am gleichen Ort leben.

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